Eine mathematische Grundbildung hat zum Ziel, […] die Schülerinnen und Schüler in die Lage zu versetzen, mathematisches Wissen funktional einzusetzen und in vielfältigen Situationen mathematisch begründet Entscheidungen zu treffen oder Aussagen zu beurteilen. Mathematische Bildung befähigt die Schülerinnen und Schüler, sich in ihrer Lebenswelt zu orientieren, diese auch unter mathematischen Gesichtspunkten zu betrachten und zu verstehen und Mathematik in Beruf und Studium erfolgreich und verantwortlich anzuwenden.

Bei kaum einem Schulfach gehen die Meinungen so weit auseinander, wie bei der Mathematik. Neben der persönlichen Vorliebe, liegt das vor allem an der Stuktur des Faches: Fehlende Grundlagen führen oft dazu, dass in höheren Klassen nicht darauf aufgebaut werden kann und damit der Inhalt nicht ausreichend erfasst werden kann. Im schlimmsten Fall bedeutet das, dass sich die schlechte Note in Mathe bis zum Abitur durchzieht. Dies ist in Deutschland leider auch gesellschaftlich akzeptiert („In Mathe war ich nie gut!“), sodass man als Schülerin oder Schüler sich mit der schlechten Note arrangieren kann und keinen Grund sieht, daran etwas zu ändern.

Was man dabei oft vergisst: Die Freiheit der Berufswahl, die man durch das Abitur erlangt, wird dadurch stark eingeschränkt. Sogar in vielen nicht technischen Studienfächern wird mit den Methoden der Mathematik gearbeitet: In der Germanistik ist Logik, in der Psychologie Statistik und Diagnostik wichtig. In vielen Fächern gehört es dazu Studien anzufertigen. Damit diese fachlich korrekt sind, müssen sie bestimmten mathematischen Kriterien gehorchen. Als Mediziner oder als Jurist ist von essenzieller Bedeutung, die Aussagekraft von Tests (z.B. HIV-Tests, DNA-Tests) beurteilen zu können, um anschließend daraus die richtigen Schlussfolgerungen ziehen zu können.

Damit es nicht so weit kommt, wird am HöGy an sehr vielen Stellen gefördert und gefordert: Die fünf Leitideen (Daten und Zufall, funktionaler Zusammenhang, Raum und Form, Messen, Zahl – Variable – Operation) werden in jedem Schuljahr aufgegriffen und weiterentwickelt. Die Schülerinnen und Schüler haben dadurch die Möglichkeit (eventuell verpasste) Inhalte wiederaufzunehmen und zu vertiefen. Ziel ist es, nachhaltiges Wissen zu schaffen. Weitere Maßnahmen finden sich auf der Homepage (Förderunterricht Klasse 5, Wettbewerbe wie “Problem des Monats” etc) und auf dieser Seite.

Vera 8

Als Vera 8 werden die Vergleichsarbeiten auf Bundesebene im Februar/März in der 8. Klasse bezeichnet. Dabei werden die nationalen Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz überprüft. Die Ergebnisse dieser Tests dienen der Unterrichts- und Schulentwicklung. Bei Abweichungen vom Standard werden Maßnahmen für die Klasse, die Klassenstufe und das Schulcurriculum beschlossen.

Vertiefungsstunde Klasse 10

In der 10. Klasse werden mit der Einführung der Ableitung, der Binomialverteilung und der analytischen Geometrie wichtige Grundlagen für das Abitur gelegt. Daher ist bereits die 10. Klasse von entscheidender Bedeutung für die Kursstufe. Am HöGy wird deshalb in Kombination mit Deutsch eine Vertiefungsstunde durchgeführt. Dabei wird die Form von den Fachlehrerinnen und -lehrern individuell und zur Klasse passend festgelegt. Eine Möglichkeit ist zum Beispiel die Teilung der Klasse in einer der vier Unterrichtsstunden: Während die eine Hälfte der Klasse im Fach Deutsch unterrichtet wird, hat die andere Hälfte Mathematik-Unterrichte. Dies erleichtert die Differenzierung, sodass ein Teil der Schülerinnen und Schüler die Grundlagen weiter festigen kann, während andere bereits in einem höheren Anforderungsbereich arbeiten können.

Nützliches zum Abitur

Abi 2019 und folgende

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