Teil 1 – wir in Oullins
Am Montag, den 02.03.2025, begann unser Frankreich-Austausch. Um 8:30 Uhr trafen wir uns am HöGy, und nachdem alle durchgezählt waren, starteten wir gegen 9 Uhr mit dem Bus Richtung Frankreich. Die Busfahrt war sehr ereignisreich: Es wurde viel gelacht, Musik gehört und natürlich stieg auch die Aufregung immer mehr. Nach mehreren Pausen an Raststätten kamen wir unserem Ziel immer näher. Gegen 18 Uhr erreichten wir schließlich Oullins bei Lyon, wo wir von den Lehrkräften der französischen Schule herzlich empfangen wurden. Danach wurden wir unseren „Corres“, also Austauschpartnerinnen und -partnern, zugeteilt und verbrachten den Abend in unseren Gastfamilien.
Am Dienstagmorgen trafen wir uns an der Schule, nachdem wir gemeinsam mit unseren Corres dort angekommen waren – manche mit der Bahn, andere mit dem Auto oder zu Fuß. In der Schule wurden wir vom Schulleiter begrüßt, der uns eine kleine Führung durch die schönen Schulgebäude gab. Anschließend ging es weiter zum Rathaus von Oullins, wo ein typisch französisches Frühstück auf uns wartete: Croissants, Pain au Chocolat und viele weitere Leckereien. Einige deutsche Schüler hielten dort außerdem eine Rede, in der sie sich bei den Lehrkräften und Organisatoren bedankten. Danach erkundeten wir Lyon bei einer Stadtführung durch das historische Viertel „Vieux Lyon“ und hinauf nach Fourvière. Nach der Mittagspause besuchten wir das Musée des Confluences. Am Abend kehrten wir zu unseren Gastfamilien zurück und verbrachten dort den restlichen Tag.
Auch am Mittwoch ging es nach unserer Ankunft in der Schule erneut nach Lyon. Dort besuchten wir zunächst eine traditionelle Seidenweberei, für die Lyon besonders bekannt war. Danach wartete eine Überraschung auf uns: eine Fahrt mit dem Riesenrad auf der Place Bellecour. Anschließend hatten wir Freizeit in Dreiergruppen, die jede Gruppe unterschiedlich nutzte. Manche gingen shoppen, andere aßen gemeinsam in Restaurants – viele kombinierten einfach beides, um Lyon noch besser kennenzulernen. Zurück an der Schule warteten bereits unsere Corres und deren Familien auf uns. Gemeinsam nahmen wir am deutsch-französischen Abend teil. Die Eltern brachten Essen mit, Musik wurde gespielt und alle hatten einen schönen Abend mit viel Spaß und guter Stimmung.
Am Donnerstag begleiteten uns unsere Corres auf unseren Tagesausflug in die Ardèche. Gemeinsam besuchten wir den beeindruckenden Pont d’Arc und wanderten auf einen großen Berg hinauf, von dem aus wir eine wunderschöne Aussicht genießen konnten. Am Abend kehrten wir erschöpft, aber glücklich zurück und verbrachten erneut Zeit mit unseren Gastfamilien.
Leider näherte sich der Austausch am Freitag langsam dem Ende, was niemanden wirklich freute. Viele von uns hatten enge Freundschaften mit ihren Corres aufgebaut, weshalb der bevorstehende Abschied schwerfiel. An diesem Tag begleiteten wir unsere Austauschpartnerinnen und -partner in den Unterricht und konnten den französischen Schulalltag miterleben. Obwohl Schule überall ähnlich ist, war vieles trotzdem ganz anders. Wir besuchten Fächer wie Sport, Chemie, Mathematik, Französisch oder auch den Deutschunterricht. Den letzten Abend verbrachten viele noch einmal gemeinsam mit ihren Corres – einige gingen bowlen, andere ließen den Austausch gemütlich in einem Restaurant ausklingen. Danach hieß es: Koffer packen.
Am Samstagmorgen stand schließlich die Abreise bevor. Wir verabschiedeten uns von unseren Corres und voneinander – eine emotionale Situation, denn in dieser Woche waren viele neue Freundschaften entstanden, auch außerhalb der eigenen Gastfamilien.
Nach der langen Rückfahrt kamen wir schließlich wieder zuhause an, wo unsere Eltern uns herzlich empfingen.
Der Austausch war für uns alle eine wunderbare Erfahrung. Wir haben nicht nur unsere Sprachkenntnisse verbessert, sondern auch viele neue Eindrücke gesammelt und Freundschaften geschlossen. Wir würden uns jederzeit wieder für diesen Austausch entscheiden und können ihn nur weiterempfehlen. Ein großes Dankeschön gilt allen Lehrkräften und Organisatoren für die tolle Planung und das abwechslungsreiche Programm!
Lisa Bosche und Maia Dempewolf, Klasse 9d
Teil 2 – der Gegenbesuch aus Frankreich
Ende April, vom 22. bis zum 30. April, durften wir unsere französischen Austauschschüler bei uns hier in Deutschland begrüßen. In dieser Zeit erlebten wir gemeinsam viele spannende und abwechslungsreiche Aktivitäten. Das Programm war sehr gut organisiert und bot zahlreiche interessante Ausflüge in der Nähe von Nürtingen. Unter anderem nahmen sie an einer Stadtrallye teil, besuchten verschiedene Museen und lernten die Region auf eine spannende Weise kennen.
Ein besonderes Highlight war der gemeinsame Ausflug am Donnerstag in das Schloss Ludwigsburg. Zusammen mit unseren deutschen Mitschülern und französischen Austauschpartnern erkundeten wir das beeindruckende Schloss und erfuhren viel über seine Geschichte.
Doch nicht nur das offizielle Schulprogramm machte den Austausch zu einem besonderen Erlebnis. Auch in unserer Freizeit verbrachten wir viel Zeit miteinander. Wir trafen uns häufig privat mit unserer Austauschgruppe, unternahmen gemeinsame Ausflüge, spielten, lachten und lernten uns immer besser kennen. Dabei entstanden viele neue Freundschaften und unvergessliche Erinnerungen.
Der Austausch war für uns alle eine tolle Erfahrung. Wir konnten nicht nur unsere Sprachkenntnisse verbessern, sondern auch die französische Kultur besser kennenlernen. Der Abschied fiel uns am Ende sehr schwer, da uns die gemeinsame Zeit sehr ans Herz gewachsen war. Wir würden jederzeit wieder an einem Schüleraustausch teilnehmen und können diese Erfahrung jedem nur empfehlen.
Lisa Bosche, 9d



