Bildungsfahrt nach Berlin

Als Dank für unsere ehrenamtliche Tätigkeit als Jugendmoderatoren wurden wir von dem Bundestagsabgeordneten Nils Schmid zu einer Bildungsfahrt nach Berlin eingeladen. Vom 17. bis 20. März 2026 hatten wir so die Möglichkeit, die Hauptstadt zu erkunden und Politik einmal aus nächster Nähe zu erleben. Nach einer chaotischen Fahrt mit der Deutschen Bahn ging es erstmal ins Hotel. Unser erster Eindruck war sofort: Berlin ist riesig! Die Stadt wirkt sehr lebendig und beeindruckend. Unser erstes Treffen mit Nils Schmid fand zum Abendessen im Hard Rock Café statt, was für uns ein besonderes Erlebnis war.

Am Mittwoch starteten wir mit einer Stadtrundfahrt durch Berlin. Dabei sahen wir viele bekannte Orte wie das Olympiastadion, Schloss Charlottenburg und den Teufelsberg. Es war sehr spannend, die Stadt so kennenzulernen. Ein besonderes Highlight des Tages war der Besuch im Deutschen Bundestag. Beim Sicherheitscheck mussten wir unsere Ausweise zeigen, unsere Taschen wurden kontrolliert und wir gingen durch einen Sicherheitsscanner.

Nach einem Fototermin im Paul-Löbe-Haus hatten wir eine kurze Begegnung mit Nils Schmid. Anschließend durften wir den Plenarsaal besuchen. Dort war es sehr spannend und auch ein bisschen aufregend. Wir mussten ganz leise sein, durften keine Mine verziehen, nicht klatschen und sollten aufmerksam zuhören. Danach ging es auf die Reichstagskuppel. Von dort hatten wir einen beeindruckenden Blick über Berlin und konnten sogar in den Plenarsaal hinuntersehen.

Am Donnerstag besuchten wir das Dokumentationszentrum “ Flucht, Vertreibung, Versöhnung” .

Dort erfuhren wir viel darüber, wie schwer das Leben für viele Menschen während und nach dem Krieg war. Die Ausstellung war teilweise sehr traurig und hat uns nachdenklich gemacht. Besonders beeindruckt hat mich die Geschichte von Otto Rosenberg, der die Zeit des Nationalsozialismus überlebt hat.

Anschließend hatten wir ein Gespräch im Verteidigungsministerium, bei dem wir viele Informationen über den Militärdienst und die Wehrpflicht erhielten, auch z.B. warum sie keine Pflicht ist.

Während der zweiten Stadtrundfahrt sahen wir weitere Orte, darunter das Staatsbibliothek-Gebäude, Kreuzberg 61, den Landwehrkanal und ein Stück der Berliner Mauer.

Am Freitag besuchten wir die Gedenkstätte Deutscher Widerstand. Die Führung war sehr spannend und informativ, auch wenn manche Inhalte schwer zu verarbeiten waren. Besonders beeindruckt haben mich die Geschichte von Helmuth Hübener und die Blindenwerkstatt von Otto Weidt.

Danach traten wir die Rückreise nach Hause an.

Die Berlinfahrt war für uns eine besondere und lehrreiche Erfahrung. wir haben viele neue Eindrücke gesammelt, spannende Orte gesehen und einen Einblick in die politische Arbeit und die deutsche Geschichte bekommen.

Mein persönliches Highlight war der Besuch im Bundestag. Es war etwas ganz Besonderes, diesen Ort einmal selbst zu erleben. Insgesamt war die Fahrt eine tolle Mischung aus Lernen, neuen Erfahrungen und gemeinsamen Erlebnissen, die wir so schnell nicht vergessen werden.

Klara Mühlhause