Exkursion nach Dachau 2026

Am 8. Januar dieses Jahres unternahm die Klassenstufe 9 im Rahmen des Geschichtsunterrichts eine Exkursion zur Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau.

Um 7:35 Uhr fuhren zwei Busse, die die Schülerinnen und Schüler nach Dachau brachten, am Högy ab. Nach einer etwa zweistündigen Fahrt erreichte die Gruppe den verschneiten Parkplatz vor der Gedenkstätte.

Schon der erste Eindruck Vieler war sehr bedrückend. Der Gedanke, dass an genau derselben Stelle wo nun die Schülerinnen und Schüler selbst standen so viel Leid geherrscht hatte, war beklemmend.

Jeder Klasse wurde ein Guide zugeteilt, der sie über das Gelände führte. Ein Teil des ehemaligen Konzentrationslagers gehört heute zur Bereitschaftspolizei Dachau und ist daher für Besucher nicht zugänglich. Hin und wieder werden dort Schießübungen durchgeführt, welche die Besucher daran erinnern, wie grausam die Inhaftierten damals behandelt wurden. Während der Führung lernten die Schülerinnen und Schüler viele Dinge, die im Geschichtsunterricht zuvor noch nicht behandelt worden waren, wie die Repräsentation von KZs in der Öffentlichkeit.

Die Führung war sehr interessant und lehrreich. Besonders die Kälte trug dazu bei, sich besser in die Lage der damaligen Gefangenen hineinzuversetzen. Für alle war es unvorstellbar, dass die Häftlinge bei solch geringen Temperaturen in ihren dünnen Uniformen dort leben mussten, wo doch viele schon in ihren Winterjacken froren. Auch der Besuch der Schlafbaracken, die für die hunderten von Gefangenen viel zu klein gewesen waren, hinterließ einen bleibenden Eindruck.

Gegen 16 Uhr kehrten die Schülerinnen und Schüler schließlich zur Schule zurück. In der darauffolgenden Geschichtsstunde wurde die Exkursion noch einmal gemeinsam besprochen. Dabei zeigten sich viele überrascht, dass einige Häftlingsgruppen in ein Denkmal auf dem Gelände, welches von Überlebenden ausgesucht wurde, nicht miteinbezogen wurden. Außerdem hatten einige nicht erwartet, dass es im Konzentrationslager Dachau keine Massenmorde in den Gaskammern gegeben hatte.

Durch die Exkursion wurde ein Bild von Konzentrationslagern erzeugt, wie es ein Geschichtsbuch nie könnte.

Abschließend lässt sich sagen, dass der Tag viele eindrückliche und grausame Einblicke in den Umgang mit den Häftlingen vermittelte. Die Exkursion machte deutlich, wie wichtig es ist, solche Gedenkstätten zu erhalten, um den Opfern der Konzentrationslager zu gedenken und daran zu erinnern, dass sich Verbrechen wie der Holocaust niemals wiederholen dürfen.