Die Weihnachtskonzerte am HöGy waren wieder ein voller Erfolg
Die Tage vor den Weihnachtsferien sind nur noch von Filmen, Frühstück und Wichteln geprägt? Am Hölderlin-Gymnasium trifft das garantiert nicht zu. Denn hier vollbringen Jahr für Jahr mehrere hundert Schüler*innen in diesen Tagen bei den Weihnachtskonzerten musikalische Höchstleistungen. Auch die diesjährige Ausgabe, die an zwei Abenden in der evangelischen Stadtkirche stattfand, bildete hier keine Ausnahme. Das Publikum verließ die Kirche an beiden Abenden nach wahren Begeisterungsstürmen mit vielen Melodien im Kopf und einem Lächeln im Gesicht.
Im ersten Konzert präsentierten sich hauptsächlich die Ensembles der Unterstufe. Zum ersten Mal dabei war die Bläserklasse der Klasse 6, die zwei Weihnachtslieder vortrug und zeigte, was mit diesem neuen Angebot (die Schüler*innen erlernen ihr Instrument von Grund auf an der Schule) möglich ist. Sicher werden wir viele der Mitglieder in Zukunft in den Ensembles wiedersehen.
Ebenso mit von der Partie waren die Mini-BigBand, das Vororchester und der Unterstufenchor, erstmals geleitet von Ralf Ellinger. Jede Gruppe präsentierte auf beeindruckende Art und mit viel Engagement einen bunten Reigen aus der Bandbreite der weihnachtlichen Musik. Neben Dauerbrennern wie „Last Christmas“, „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ und „Go Tell it on the Mountain“ waren auch viele Stücke zu hören, die nicht in den Fernsehshows und auf den Weihnachtsmärkten dieser Welt zu hören sind. Besonders positiv zu erwähnen ist auch, dass die jungen Musiker*innen die ganze Zeit über auf der Bühne saßen und einander zuhörten. So bot sich der Eindruck eines großen Ganzen und einer wirklichen Gemeinschaft.
Eine Brücke zwischen den Konzerten stellte der Leistungskurs Musik der Kursstufe 1 dar, der an beiden Abenden musizierte. Die siebenköpfige Formation präsentierte in eigens für diesen Anlass von ihrem Kurslehrer Frank Schlichter verfassten Arrangements ihr Können und begeisterte im Zusammenspiel.
Am zweiten Abend sorgte der Chor unter Leitung von Tobias Flick zuerst für wunderbar verinnerlichte Momente in ruhigeren Sätzen wie „Maria durch ein Dornwald ging“ und „Die Nacht ist vorgedrungen“ und das von sphärischen Klavier- und Violoncelloklängen begleitete „Ecce novum“ des norwegischen Komponisten Ola Gjeilo. Anschließend bekam das begeisterte Publikum in „Jingle Bell Rock“ und „Mary, did you know“ noch weihnachtsfreudige Grooves zu Gehör.
Meditativere Klänge präsentierte das perfekt aufeinander abgestimmte Kammerorchester. Die Streicherklänge in Bachsberühmte Air vermittelten den weihnachtlichen Frieden und sorgten für einen letzten Ruhepunkt im Konzert.
Denn danach schlug das groß besetzte Sinfonieorchester unter der Leitung von Florian Eisentraut deutlich andere Töne an. Weihnachten ist auch die Zeit der großen Ballette, und sowurde die Kirche erfüllt von schwungvollen Marsch- und Walzerklängen aus dem Ballett „Die Puppenfee“ des österreichischen Komponisten Josef Bayer. Manche im Publikum wähnten sich schon fast im Musikvereinssaal in Wien, bevor sie mit „A Most Wonderful Christmas“ einem Medley aus verschiedenen amerikanischen Weihnachtsklassikern in die Welt von Santa Claus, Lametta und Punsch transportiert wurden. Hier zeigte sich das Sinfonieorchester als würdiger Vertreter der HöGy-Bigband, die mitten in den Vorbereitungen für das Neujahrskonzert steckt und deshalb dieses Jahr nicht mit von der Partie war.
Der Abschluss beider Konzerte wurde jeweils von allen Mitwirkenden bestritten. Am Donnerstag mit Irving Berlins „White Christmas“ und tags zuvor mit dem Lied, ohne das am HöGy einfach etwas fehlen würde: „Jetzt kann Weihnachten kommen“. Und Weihnachten kann jetzt wirklich kommen, da sind sich Publikum und Ausführende sicher einig.

