Nicht Richter und Hetzer, sondern Dichter und Denker

Erfolg für HöGy-Schülerinnen beim Landeswettbewerb Deutsche Sprache und Literatur

Farah Rasool und Annika Werner, zwei Schülerinnen der Kursstufe 1 des Hölderlin-Gymnasiums, können sich freuen. Ihr journalistischer Kommentar zum Hölderlin-Zitat „Und darum ist … der Güter Gefährlichstes, die Sprache, dem Menschen gegeben“ wurde als einziger von 22 Beiträgen zu diesem Thema im Landeswettbewerb Deutsche Sprache und Literatur mit einem Preis ausgezeichnet. Insgesamt nahmen an der diesjährigen 30. Ausgabe des vom Kultusministerium veranstalteten Wettbewerbs 390 Oberstufenschülerinnen und -schüler aus ganz Baden-Württemberg teil.
„Man musste also einerseits die Wirkungsmacht von Sprache inhaltlich differenziert ausloten und andererseits der Textsorte ‚journalistischer Kommentar‘ gerecht werden. Diesem zugegebenermaßen nicht geringem Anforderungsprofil genügte letztlich nur eine von 22 Arbeiten.“ Mit diesen Worten begründete die Jury, warum der Preis nach Nürtingen ging.

Die Teilnahme am Wettbewerb ist alleine oder als Partnerarbeit möglich. Dass sich Farah und Annika zusammenfanden, entpuppte sich als echter Glücksfall. Obwohl die beiden sehr unterschiedliche Interessen, Kenntnisse und Herangehensweisen mitbrachten und einen Großteil der Zeit, nachdem die grundsätzlichen Fragen geklärt waren, unabhängig voneinander arbeiteten, liest sich der Text nicht wie eine Collage. Vielmehr fügen sich die Teile zu einem Ganzen, einem ganz eigenen Schreibstil.

„Wir haben uns immer wieder gegenseitig inspiriert, korrigiert und beide unsere eigenen Schwerpunkte mit eingebracht,“ erzählen die beiden über ihre Arbeit. Im Schreibprozess waren Einflüsse von außen eher unerwünscht, aber Annika und Farah betonen, dass sie am HöGy immer ein offenes Ohr fanden, wenn sie in der Vorbereitung Impulse brauchten, sowohl von ihrer Deutschlehrerin Heike Diener, die den Wettbewerb im Kurs vorstellte, als auch von anderen Kolleginnen und Kollegen verschiedener Fachbereiche.

Das Thema der Arbeit könnte kaum aktueller sein. In einer Zeit, in der Populismus und Rassismus zu den großen Themen unserer Gesellschaft gehören, kann man sich dem Fazit der Verfasserinnen nur anschließen: Deutschland soll kein Land der Richter und Hetzer, sondern ein Land der Dichter und Denker sein. Mit ihrer erfolgreichen Wettbewerbsteilnahme haben die beiden ihren Beitrag dazu geleistet.

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