Projekt “Schütze dein Bestes”

Was passiert mit einer Melone, wenn man sie aus 1,50 Metern Höhe auf den Boden fallen lässt? Richtig, sie zerbricht und man hat Melonenmus. Darf die Melone einen Fahrradhelm tragen, bleib sie heil.

Bildlicher kann man kaum klar machen, was passiert, wenn man ohne Helm Fahrrad fährt und dabei einen Unfall hat, bei dem der Kopf auf den Boden oder gegen eine Kante knallt.

Eine Helmpflicht gibt es nicht in Deutschland – anders als etwa in Österreich, wo dies für Kinder und Jugendliche vorgeschrieben ist. Daher sollte sich jeder über die enormen Risiken im klaren sein. Da insbesondere im Alter zwischen 10 und 17 Jahren der Anteil an Radfahrern mit Helm stark abnimmt, bietet die Polizei Reutlingen im Rahmen der Verkehrsprävention Schulungen für Sechstklässler unter der Überschrift „Schütze dein Bestes“ an.

Tamara Möhrle und Hanna Bender aus der 6c waren dabei und haben ihre Eindrücke zusammengefasst.

Zuerst wurde uns eine Präsentation über die Auswirkungen eines Sturzes ohne Helm vorgeführt. Anfangs haben wir Fakten über das Gehirn besprochen. Das Gehirn ist wie ein riesiges Netzwerk mit vielen Daten gebaut. Es gibt viele kleine Nerven, die Talente oder Handlungen genau speichern. Es gibt zum Beispiel zwei Nervenzentren für unsere Sprache. Das Gehirn ist eine weiche, wabbelige Masse, welche trotzdem 1,5 kg wiegt. Würde sie einmal leicht beschädigt werden, können wir unsere Talente oder sogar unsere Sprache verlieren. Also müssen wir es extra mit einem Helm schützen.

Es gibt immer häufiger Fahrradunfälle. Die meisten Personen, die dabei wirklich zu Schaden kommen, sind diejenigen, die keinen Helm tragen. Danach haben wir besprochen, wie wir einen Unfall überhaupt vermeiden können. Dazu zählen z.B. helle Klamotten, Reflektoren, auf die Umgebung achten, nicht zu laut Musik hören, usw.…

Ein wichtiges Thema war auch der tote Winkel, da dieser häufig zu Unfällen und Verletzungen führt. Der tote Winkel ist ein Bereich im Sichtfeld eines Autofahrers oder Lastwagenfahrers, in dem man als Fußgänger oder Fahrradfahrer nicht gesehen wird. Keiner von uns würde jetzt noch absichtlich ohne Helm fahren.

Anschließend wechselten wir in einen anderen Raum, mit einem Fahrradsimulator. Dort durfte jeder, der wollte, fahren. Dabei musste man mögliche Gefahren erkennen und ausweichen. Es gab sehr viele unterschiedliche Strecken mit unterschiedlichen Gefahren. Bei manchen Strecken liefen zum Beispiel plötzlich Leute auf die Straße oder es parkten plötzlich Autos aus. Fast jeder wollte einmal mit dem Simulator fahren. Mit dem Simulator lernte man besser aufzupassen und rechtzeitig auszuweichen. Manche konnten nicht rechtzeitig bremsen und fuhren im Simulator andere Menschen um. Den meisten hat das Fahren mit dem Simulator Spaß gemacht.

Der Ausflug in die Jugendverkehrsschule war ein spannender und zugleich lehrreicher Ausflug. „Wir müssen unser Bestes schützen, um unsere Familie, uns, unseren Charakter und unsere Talente zu schützen!“

 

Tamara Möhrle, Hanna Bender (Klasse 6c)