Von Nürtingen nach Japan

Unser Schüler Bastian Kutscher (Klasse 6) war Gastschüler in Japan. Hier ist sein Bericht.

In den Pfingstferien durfte ich wieder eine japanische Schule besuchen, die ich schon seit sechs Jahren kenne.

Worauf ich mich am meisten gefreut habe, war es meine Freunde wiederzusehen. Ein weiteres Highlight war das Schullandheim in Japan.

Von Frankfurt aus dauert der Flug nach Tokio ungefähr 12 bis 14 Stunden. Wenn man in Japan ankommt, muss man die Uhr sieben Stunden vorstellen. Die Zeit ist anstrengend, aber die Vorfreude auf die Reise macht vieles wett.

 

In der Schule

Auch dieses Jahr wurde ich von der Schule herzlich empfangen. Der Unterricht findet natürlich ausschließlich auf Japanisch statt. Die Sprache zu verstehen, ist für mich kein Problem, und auch das Sprechen gelingt mir inzwischen recht gut.

Allerdings muss man viele Jahre investieren, um Japanisch lesen und schreiben zu können, da das Kanji-System sehr kompliziert ist. Ich lerne schon seit Jahren Japanisch, muss aber weiterhin neue Kanji lernen und auswendig beherrschen. Um japanische Texte lesen zu können, muss man ungefähr 2000 Kanji kennen.

Das Schulsystem in Japan unterscheidet sich von dem in Deutschland. Zum Beispiel ist das Schulsystem im ganzen Land einheitlich. Das Schuljahr beginnt im April. Kinder besuchen dort sechs Jahre lang die Grundschule, und in der Regel gibt es kein Sitzenbleiben.

Ein weiterer Unterschied ist der Schulalltag: Viele Kinder laufen gemeinsam in Gruppen zur Schule. Jede Schule verfügt über eine Bibliothek und ein Schwimmbad. Nach dem Mittagessen putzen die Schülerinnen und Schüler selbst ihre Klassenzimmer und anschließend ihre Zähne.

Auf einem DIN-A4-Blatt kann ich leider nicht alles erzählen.

 

Schullandheim in Japan

Ein besonderes Erlebnis war das Schullandheim. Dort sind wir in den Wald gegangen und konnten verschiedene Aktivitäten ausprobieren. Außerdem haben wir unser Abendessen selbst zubereitet und mussten ohne Lehrer in Gruppen den Weg durch den Wald finden. Das hat viel Spaß gemacht und unseren Teamgeist gestärkt.

Ich freue mich schon auf meinen nächsten Besuch in Japan und bedanke mich bei meinen deutschen Lehrerinnen und Lehrern sowie bei meinen Freunden, die mich unterstützt haben, damit ich den verpassten Unterrichtsstoff nachholen konnte.